Die Herstellung Der Elektrischen Glühlampen
Forfatter: C. Hevers
År: 1923
Forlag: Oskar Leiner
Sted: Leipzig
Sider: 216
UDK: 621.326 Hev
Mit 119 Abbildungen und 16 Tabellen
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wasserunlösliche Kalziumkarbonat neben dem löslichen
Natrium wolframat, im letzteren Falle das lösliche Chlor-
kalzium und das unlösliche Wolframtrioxyd .
Damit später möglichst widerstandsfähige Drähte her-
gestellt werden können, muß das Wolfraintrioxyd ganz beson-
ders rein sein. Das nach einem der oben angegebenen Verfahren
dargestellte Trioxyd kann bei 1000°-durch feuchten Wasser-
stoff zu braunem Wolframdioxyd (WO2) reduziert und dieses
im Clilorstrom als gelbes Oxydichlorid (WO2 Cl2) destilliert
werden. Diese Verbindung wird dann durch Einträgen in
ca. 20%ige Salzsäure in das Irioxyd übergeführt1).
Das Wolframtrioxyd, auch schlechthin als Wolfram-
säure bezeichnet, ist ein gelbes glühbeständiges Pulver.
In Wasser und Säuren ist es unlöslich, wird aber von,Am-
moniak oder Alkalilaugen unter Bildung von löslichen
W olf ram aten auf gen o m men.
Die Darstellung des reinen Metalls aus dem Wolfram-
trioxyd kann nach verschiedenen Verfahren erfolgen, von
denen heute aber wohl ausschließlich die Reduktion im
Wasserstoff ström ausgeübt wird. Hierzu bedient man sich
mit Vorteil des elektrischen Platinbandofens von W. C. Heraus
(Abb. 21). Der Heizkörper desselben besteht aus einem Rohr,
welches mit einem dünnen Platinband schraubenförmig be-
wickelt ist. Das Eolir ist aus feuerfester Marquardtscher
Masse der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin her-
gestellt. Statt des teuren Platins kann man auch eine
Nickelstahl- oder Chromnickelstahlwicklung benutzen, doch
dürfen die Öfen dann nur bis höchstens 1100° C erhitzt
werden. Weitaus höhere Temperaturen vertragen die neuen
Öfen der Firma H. Seibert, Berlin, deren Heizkörper aus
Karborundumstäben bestehen. — In die Heizkörper der
Böhren Öfen werden Glührohre aus Eisen (gezogenem Mannes-
mannrohr), Quarz oder Porzellan lose eingeführt. Durch
die mit dem Wolframtrioxyd beschickten Böhren wird
!) Vergi. O. Ruff, Über die Barstellung streckbaren Wolframs. Z. f,
angew. Ch. XXV. Jahrg. 8. 1891.