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Handbuch Für Die Konserven Industrie; Erster Band
Handbuch Für Die Konserven Industrie; Erster Band
Forfatter: Eduard Jacobsen
År: 1926
Forlag: Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Sted: Berlin
Sider: 656
UDK: 664.8 Jac
Fabrikative Verwertung von Gemüse, Obst, Fleisch, Geflügel, Fisch sowie Herstellung von Gebäck-, Milch- und Eikonserven und Feinkostfabrikaten unter Berücksichtigung des für die Konservenindustrie wichtigen Gemüse- und Obstanbaues.
Mit Darstellungen, Skizzen und Kostenanschlägen der dazugehörigen Fabrikbetriebe.
Mit 357 Textabbildungen und 8 Tafeln mit Originalplänen.
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B. Gemüseanbau und -Verwertung.
Abb. 206. Gcmüsewaschmaschine, besonders für Grünkohl geeignet.
Abb. 206 zeigt eine Gemüsewaschmaschine. Der Grünkohl wird in den Einwurftrichter befördert und dann von der Maschine völlig selbsttätig gewaschen und von Sand und anderem Schmutz gereinigt, durch automatisch arbeitende Auswerfer wieder hinausgeworfen.
Eine einzige Person genügt zur Bedienung der Maschine, die bei zehnstündiger Arbeitszeit etwa 40 bis 60 Zentner reinigt.
20. Gurke.
a. Anbau.
1. Geschichtliches.
Wie bei vielen Gemüsearten ist auch die Heimat der Gurke nicht mit Bestimmtheit nachzuweisen. Die Stammpflanze glaubt man am Himalaja gefunden zu haben. Die Griechen kannten die Gurke bereits, und auch die: Römer (Plinius) erwähnen die Gurke. Von ihnen ist sie wahrscheinlich nach Deutschland eingeführt worden.
Aus den frühesten Aufzeichnungen ist nicht zu ersehen, ob man Kürbissfe, Melonen oder Gurken gemeint hat und erst im Jahre 1543 findet man Unterscheidungen. Abbildungen bzw. Gemälde mit Gurken sind erst aus dem 16. Jahrhundert vorhanden, z. B. das Bild in der Wiener Gemalde-Galerie „Erde, Wasser und Luft“ von Jan Brueghel d. Älteren.
.. g.. D ie verschiedenen Gurkenarten und Sorten.
Die Gurke ist eine einjährige Pflanze. Man unterscheidet im allgemeinen Haus-, Kasten- und Freiland gurken, während man sie der Form nach mit Schlangengurken, walzenförmigen und Traubengurken kennzeichnet. Der Verwendung nach spricht man dagegen von Salat-, balz-, Essig- und Senfgurken. Die Treibhausgurken scheiden hier aus, weil lediglich die für die Konservenindustrie wichtigen Freilandgurken in Be tracht kommen.