Die Herstellung Der Elektrischen Glühlampen
Forfatter: C. Hevers
År: 1923
Forlag: Oskar Leiner
Sted: Leipzig
Sider: 216
UDK: 621.326 Hev
Mit 119 Abbildungen und 16 Tabellen
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eben Strom von Wasserstoff. Bringt man nun einen in dem
Gefäß ausgespannten Kohlenfaden auf elektrischem Wege
zur hellen Rotglut, so spielt sich ein interessanter Vorgang
ab: Der Kohlenstoff des Kohlenfadens verbindet sich mit
dem Sauerstoff und der Wasserstoff mit dem Chlor der
Wolframoxychloriddämpfe, so daß freies Wolfram zur
Abscheidung gelangt und sich auf dem Kohlefaden ab-
setzt. Aus dem Innern des Fadens dringt nach und
nach Kohlenstoff unter Bildung einer Wolfram -Kohlenstoff-
legierung an die Oberfläche und wird zur Reduktion der
Oxychloride verbraucht. Auf diese Weise wird der ganze
Kohlefaden in einen homogenen Wolframfaden umge-
wandelt. Nach beendeter Substitution wird der Wasserstoff-
strom verstärkt. Dieser bewirkt dann allein die Reduktion
der Wolframoxychloriddämpfe zu Wolfram, so daß der Vor-
gang nunmehr im Sinne des früher beschriebenen Präparier-
verfahrens wirkt. Sollte der Kohlenstoff noch nicht voll-
ständig vertrieben sein, so kann man die Fäden in einer
Nachbehandlung unter Gegenwart von fein gepulverten,
niederen Wolframoxyden in Tiegeln auf etwa 1600° erhitzen,
wobei der Sauerstoff der Oxyde die letzten Reste Kohlen-
stoff an sich reißt (D. E. P. 184 379, 1905). Auch röh-
renförmige Wolframfäden sind nach diesem Verfahren
hergestellt worden.
Bei der praktischen Durchführung ergaben sich man-
cherlei Schwierigkeiten, so daß das Verfahren neu auf-
kommenden Methoden nicht standhalten konnte.
Bevor die mechanischen Bearbeitungsmethoden des
Wolframs aufkamen, haben die Wolframspritzver-
fahren eine hervorragende Bedeutung gehabt. Auch heute
wird dieses von allen den Fabriken angewandt, welche zur
Ausübung der neuesten Wolframduktilisierungs-
verfaliren nicht berechtigt sind. Die Fabrikation erfolgt
nach folgendem Prinzip: Aus möglichst feinem Wolfram-
pulver und einem Klebestoff wird eine plastische Masse her-
gestellt und aus dieser mit Hilfe einer Presse Fäden gepreßt.