ForsideBøgerDie Herstellung Der Elektrischen Glühlampen

Die Herstellung Der Elektrischen Glühlampen

Forfatter: C. Hevers

År: 1923

Forlag: Oskar Leiner

Sted: Leipzig

Sider: 216

UDK: 621.326 Hev

Mit 119 Abbildungen und 16 Tabellen

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Side af 232 Forrige Næste
56 preßten Eolifäden resultieren bereits beim Erhitzen im Glüh- ofen auf helle Rotglut reine Wolframfäden, ohne daß es zur Abscheidung von Kohlenstoff kommt. Um die Fäden fest und haltbar zu machen, wird die Stromstärke beim Formieren nach und nach so weit erhöht, daß sie die Betriebsstromstärke der fertigen Lampe um ein vielfaches übersteigt. Dabei sintert der Faden beträchtlich zusammen. Das Sintern muß so weit getrieben werden, daß das Nachsintern der Fäden in den fertigen Lampen, welches nie ganz zu vermeiden ist, einen gewissen Grad nicht über- schreitet. Um schön gerade gestreckte Fäden zu erhalten, werden dieselben beim Formieren durch ein an der Biegungs- stelle eingehängtes Gewicht beschwert. Der erste Faden wird vollständig fertig formiert und dann durch Weiterrücken des Wahlschalters der nächste eingeschaltet. Rhéostat, Ampere- meter und Manometer dienen zur Einregulierung von Strom- stärke und Gasdruck. Erwähnt sei noch, daß das Formieren auch in strömendem Gase vofgenommen werden kann. Die Formiergase werden alsdann von einer Pumpe ständig ab- gesaugt. Das Formieren ist eine recht schwierige Operation und erfordert große Sorgfalt, zumal es darauf ankommt, Fäden von gleichem spezifischen Widerstand zu erhalten, um die- selben auf dem Wege der Massenfabrikation zu Glühkörpern bestimmter Lampentypen vereinigen zu können. Der Aus- schuß an Fäden sowie an halbfertigen und fertigen Lampen ist bei den obigen Herstellungsverfahren infolge der Sprödig- keit des Fadenmaterials immer ein außerordentlich großer. Um sich Von dem Entkohlen der Fäden frei zu machen, sind eine Reihe von Verfahren ausgearbeitet worden, bei welchen als Bindemittel nicht organische, sondern anorga- nische Substanzen in Anwendung kommen. Beispielsweise wird nach einer Methode der Wolframlampen-Akt.- Ges. in Augsburg (D. B. P. 185 585, 1905) Schwefel als Bindemittel benutzt. Dieser wird in feinst verteiltem Zustand innig mit dem Wolframpulver vermengt, worauf das Ganze