Die Herstellung Der Elektrischen Glühlampen
Forfatter: C. Hevers
År: 1923
Forlag: Oskar Leiner
Sted: Leipzig
Sider: 216
UDK: 621.326 Hev
Mit 119 Abbildungen und 16 Tabellen
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mit etwas Schwefelkohlenstoff zu einer genügend plastischen
Masse verarbeitet wird. Aus der Paste werden wie üblich
Fäden gepreßt und diese durch hohes Erhitzen im Wasser-
stoffstrom in reine Wolframfäden umgewandelt.
Johannes Schilling benutzt als Bindemittel für
ein besonders feines Metallpulver Schwefelammon (D. Ti. P.
223 498, 1906) oder Ammoniak (D. E. P. 236 554, 1909).
Wilhelm Heinrich in Charlottenburg schlägt eine Paste
vor, welche als Bindemittel Schwefelphosphorverbindungen
enthält. Diese werden in der Weise dargestellt, daß man
trockene Schwefelblumen (50 g) mit trockenem rotem Phos-
phor (60 g) durch Erhitzen zur Reaktion bringt. Johann Lux
(D. R. P. 200 938) benutzt als Klebestoff Metawolfram-
säure oder kolloidale Wolframsäure (H2W3Olg), welche
mit wenig Wasser versetzt zähe, gummiartige, klebrige
Massen bilden. Die Fäden werden in reduzierender Gas-
atmosphäre formiert. Hans Kuzel stellte eine plastische
Preßpaste aus Wolframmetallpulver und kolloidalem Wolfram
her. Die Rohfäden enthielten dann nur Wolfram und Wasser
und konnten infolgedessen durch einfaches Erhitzen in reine
Wolframfäden übergeführt werden. Das Verfahren, welches
seinerzeit von mehreren Firmen praktisch ausgenutzt wurde
(Pin tsch, B erlin; Krem enezky, Wien) bietet gegen-
über den anderen Methoden infolge mancherlei Schwierig-
keiten bei der praktischen Ausführung keinerlei Vorteile und
wird heute nicht mehr angewandt.
In Amerika wurden eine zeitlang Wolframglülikörper
unter Verwendung rein metallischer Bindemittel nach dem
Amalgamverfahren von W. D. Coolidge (Brit. Pat. 16 534,
1907) hergestellt. Als Bindemittel wurde u. a. ein Amalgam
aus Quecksilber, Cadmium und Wismut verwendet, welches
bei 100 bis 120° 0 plastisch wird. Bei dieser Temperatur
wird dem Amalgam das Wolframpulver zugesetzt. Das
Pressen der Fäden geschah dann unter Erwärmung der Preß-
vorrichtung auf obige Temperatur. Durch Erhitzen der
Fäden läßt sich das Bindemittel vollständig austreiben. In